Über den Namensgeber unserer Schule

Sebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 im bayerisch-schwäbischen Stephansried geboren. Mit der Hilfe eines weitläufigen Verwandten gelang es Kneipp 1844 das Gymnasium zu besuchen und später das Studium der Theologie zu absolvieren. Am 6. August 1852 wurde Sebastian Kneipp zum Priester geweiht.

Weshalb man ihn auch den „Wasserdoktor“ nannte, ist schnell erklärt: Aufgrund der eigenen Erfahrung, dass Wasser selbst schwere Krankheit heilen kann, forschte Sebastian Kneipp weiter und erprobte Wasseranwendungen an Mitstudenten. Tägliche Wasseranwendungen wurden zum festen Bestandteil seines Lebens.

Da er oft erfolgreich war, musste er sich gegen den Neid und die Missgunst der zugelassenen Ärzte verteidigen und wurde mehrmals angezeigt und wegen des Vergehens gegen das Kurierverbot verurteilt.

Er verstieß gegen eine gerichtliche Auflage, nicht mehr zu praktizieren, als in seiner Heimat die Cholera ausbrach. Dabei soll er 42 Patienten geheilt haben und wurde der „Cholera-Kaplan“ genannt.

In Wörishofen hielt Kneipp gemeinsam mit einem zugelassenen Arzt Sprechstunden ab und verfasste zu dieser Zeit (1886) sein erstes Buch „Meine Wasserkur“.

Drei Jahre später schrieb er sein zweites Buch mit dem Titel „So sollt ihr leben!“

Die Bade-Kur in Wörishofen boomte. Immer berühmtere Menschen - selbst Papst Leo XIII - ließen sich von ihm behandeln. Trotz aller Erfolge hörten jedoch die Anfeindungen nie auf.

Als man Anfang 1897 bei ihm einen Tumor  feststellte, war er gesundheitlich bereits so angegriffen, dass er seine Wasseranwendungen nicht mehr selber durchführen konnte. Er lehnte eine Operation ab und starb am 17. Juni 1897 im Alter von 76 Jahren.

Sein Lebenswerk

Das Ergebnis seiner langjährigen Studien und praktischen Anwendungserfolge ist ein visionäres Lebenskonzept von zeitloser Aktualität.

Zur Gesundheitsvorsorge gehören für Sebastian Kneipp auch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und geistig-seelischer Ausgleich. Der Pfarrer und Naturheilkundler betrachtete die Lebensgewohnheiten des Menschen und seine natürliche Umwelt untrennbar als ausgewogene Einheit. Dabei stellte er die Elemente Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance in einen engen Zusammenhang.

Sebastian Kneipp in Unterricht und Schule

Wie können wir in den Sebastian-Kneipp-Schulen den ganzheitlichen Aspekt der gesunden Lebensführung gemäß unserem Namensgeber bestmöglich umsetzen und mit den modernen Anforderungen an Schule als Ort des Lernens und Lebens übereinbringen?

Eine Säule der Kneipp‘schen Lehre ist die Bewegung.

Wir setzen sie um im Sportunterricht, in den Bewegungsphasen während des Vormittags (Voll in Form), in der bewegten Pause, im Neigungssport, in Sport-nach-1-Arbeitsgemeinschaften, in Sportturnieren, Bundesjugendspielen, Wandertagen und in jährlich wiederkehrenden Ausdauerläufen.

Die zweite Säule ist die Ernährung.


Eine ausgewogene Ernährung bildet den Grundstein für ein gesundes und aktives Leben. Wie Kneipp damals so empfiehlt auch die heutige Ernährungslehre eine vollwertige Mischkost mit viel Obst, Gemüse, Getreide- und Milchprodukten nach dem Motto "Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier". Diesem wichtigen Aspekt wollen wir mit dem gesunden Pausen-Snack, den die Schülerfirma Snackeria einmal in der Woche für die Schülerinnen und Schüler zubereitet, Rechnung tragen. Aber auch das Mittagessen für die offene Ganztagsschule und das „Gesunde Frühstück“ des Elternbeirates unterstützen dieses Anliegen der Sebastian-Kneipp-Schulen. Auch nehmen wir am Schulobst-Programm teil.

Beide Säulen – Ernährung und Bewegung – wollen wir auch mit Hilfe von Beo’s (Bewegung und Ernährung an Oberfrankens Schulen) stärken und nachhaltig verankern.
 
Das Prinzip der Lebensordnung:

findet auch in den Unterricht Eingang. Dort wird der Wechsel zwischen Anstrengen und Entspannen, Leistung und Ruhe gestaltet. Gerade in der heutigen Zeit, die geprägt ist von Schnelllebigkeit, Leistungsdruck und Informationsflut, scheint die Kneipp‘sche Lehre für Kinder aktueller denn je zu sein, um den komplexen Alltag bewältigen zu können.

   

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